Vergnü­gungs­stätten­kon­zepte

Unter Vergnügungsstätten werden in der (fach)politischen Diskussion meistens Spielhallen und in jüngerer Zeit auch Wettbüros verstanden, dabei ist unter diesem Begriff eine Vielzahl von Betriebstypen zusammengefasst. Dazu gehören z.B. Diskotheken ebenso wie Großkinos und Nachtbars/-clubs. In der städtebaulichen Diskussion sind insbesondere Spielhallen und Wettbüros in den Fokus gerückt, weil diesen beiden Nutzungen eine Indikatorfunktion für Trading-down-Prozesse insbesondere in den Zentren zugeschrieben werden. Allerdings haben auch insbesondere Groß-Diskotheken in Gewerbegebieten zur Störung der dortigen städtebaulichen Qualität durch den An- und Abreiseverkehr der Besucher geführt. Dieser Besucherverkehr in Form von Park-Such-Verkehr kann auch zur Störung der Nachtruhe in den von Gewerbegebieten benachbarten Wohngebieten führen, auch wenn das Gewerbegebiet selbst keine störenden Lärmemissionen verursacht.

Insofern kann es aus städtebaulichen Gründen erforderlich werden, die räumliche Verteilung der Vergnügungsstätten nach städtebaulichen Kriterien zu steuern.

Ungeachtet von diesen Grundüberlegungen zur Vermeidung städtebaulicher Konflikte durch die Ansiedlung bzw. Nachbarschaft standortunverträglicher Nutzungen hat die Neufassung der Landesglücksspielgesetzgebung in einigen Bundesländern ein neues städtebauliches Konfliktpotenzial erzeugt. Das Verbot der Mehrfachspielhallen in Verbindung mit Regelungen zum Mindestabstand zwischen Spielhallen einerseits und zwischen Spielhallen und sozialen Einrichtungen andererseits, kann dazu führen, dass Spielhallen glücksspielrechtlich nur noch in Gewerbegebieten zulässig sind. Dies mag städtebaulich sinnvoll sein, kann aber in den Städten in Konflikt zu deren Entwicklungsvorstellungen einzelner Gewerbegebiete führen.

Die langjährige Erfahrung zur Frage der städtebaulich begründeten Steuerungsmöglichkeiten von der Nutzung, zur Einordnung und Bewertung von städtebaulichen Situationen – insbesondere in den Zentren und zu Gewerbeentwicklungsfragen – können in die Erarbeitung von Vergnügungsstättenkonzepten eingebracht werden.

Das Büro Dr. Acocella bietet in diesem Tätigkeitsfeld alle Bausteine aus einer Hand:

• Städtebauliche Analyse und Bewertung der vorhandenen Vergnügungsstättenstandorte

• Analyse und Bewertung der planungs- und glücksspielrechtlichen potenziellen Vergnügungsstättenstandorte

• Entwicklung eines differenzierten, räumlichen und städtebaulich begründeten Vergnügungsstättenkonzeptes

• Bauleitplanerische Umsetzungsberatung und Umsetzungsbegleitung

Vergnü­gungs­­stätten­kon­zepte